Beinhauer IT Phishing-Mail angeklickt

Phishing-Mail angeklickt – was jetzt?

Haben Sie nur den Link geöffnet und nichts eingegeben, schließen Sie die Seite und melden Sie die Mail. Haben Sie ein Passwort eingegeben, ändern Sie es sofort, am besten von einem anderen Gerät aus, und lassen Sie alle Anmeldungen beenden. Haben Sie einen Anhang geöffnet, trennen Sie das Gerät vom Netzwerk, lassen Sie es eingeschaltet und rufen Sie Ihren IT-Dienstleister an.

Schritt für Schritt

  1. Nichts mehr eingeben. Schließen Sie die geöffnete Seite. Antworten Sie nicht auf die Mail und rufen Sie keine Nummer aus der Mail an.
  2. Klären, was passiert ist. Nur Link geöffnet? Benutzername und Passwort eingegeben? Einen Anhang geöffnet oder „Inhalt aktivieren“ geklickt? Davon hängt ab, wie es weitergeht.
  3. Passwort eingegeben: Ändern Sie das Passwort sofort, möglichst an einem anderen, nicht betroffenen Gerät. Haben Sie dasselbe Passwort auch woanders benutzt, ändern Sie es dort ebenfalls. Bei Microsoft 365 lässt Ihr Administrator außerdem alle laufenden Anmeldungen beenden und prüft, ob Weiterleitungen oder Regeln im Postfach angelegt wurden.
  4. Anhang geöffnet oder Programm gestartet: Ziehen Sie das Netzwerkkabel und schalten Sie das WLAN aus. Lassen Sie den PC eingeschaltet und arbeiten Sie nicht weiter daran. So bleiben Spuren erhalten, und eine mögliche Schadsoftware kann sich nicht im Netzwerk ausbreiten.
  5. Bank- oder Kartendaten eingegeben: Rufen Sie sofort Ihre Bank an und lassen Sie Konto oder Karte sperren.
  6. Mail nicht löschen. Lassen Sie sie im Postfach, damit Ihr IT-Dienstleister sie prüfen kann. Notieren Sie, wann Sie was geklickt haben.
  7. Kollegen warnen. Oft landet dieselbe Mail bei mehreren Personen im Betrieb.

Was Sie besser nicht tun

  • Den Vorfall aus Scham verschweigen. Je früher jemand Bescheid weiß, desto kleiner bleibt der Schaden.
  • Am betroffenen PC Passwörter ändern oder sich bei Bank oder Microsoft 365 anmelden, solange nicht klar ist, ob er sauber ist.
  • Selbst Programme deinstallieren oder „Reinigungs-Tools“ aus dem Internet laden.

Wann Sie Hilfe holen sollten

Sobald Zugangsdaten eingegeben oder ein Anhang geöffnet wurde, gehört der Vorfall in die Hände Ihres IT-Dienstleisters. Rufen Sie uns an: +49 2306 946898-0, Mo–Fr 9–17 Uhr. Wir prüfen Postfach und Gerät per Fernwartung und sagen Ihnen, ob weitere Schritte nötig sind. Ist ein Schaden entstanden, etwa durch eine Überweisung, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Sieht es nach einem größeren Angriff aus, etwa wenn Dateien plötzlich nicht mehr zu öffnen sind, lesen Sie weiter unter Verschlüsselungstrojaner: erste Schritte.

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Häufige Fragen

Reicht es, die Phishing-Mail einfach zu löschen?

Wenn Sie weder etwas eingegeben noch einen Anhang geöffnet haben, meist ja. Melden Sie die Mail trotzdem Ihrem IT-Dienstleister, damit er sie für alle im Betrieb sperren kann.

Muss ich den Vorfall melden?

Wenn dabei personenbezogene Daten, etwa von Kunden, in fremde Hände geraten sein können, kann eine Meldung an die Datenschutzaufsicht innerhalb von 72 Stunden nötig sein (Art. 33 DSGVO). Sprechen Sie dazu mit Ihrem Datenschutzbeauftragten. Ist ein Schaden entstanden, erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

Woran erkenne ich Phishing-Mails?

Typisch sind Zeitdruck, eine ungewohnte Bitte um Anmeldung oder Zahlung, ein Absender, der nicht ganz stimmt, und Links, die auf eine fremde Adresse führen. In unseren Schulungen üben wir das mit Ihrem Team an echten Beispielen.

Sprechen wir darüber

Schildern Sie kurz, was Sie brauchen oder was nicht rund läuft. Wir melden uns zeitnah bei Ihnen.

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